Against the Wall.

Hitzeschlaaaag, Pleiten, Pech und Pannen

So, mein erster Eintrag also...  Der Tag begann eigentlich ganz gut. Ich habe zwar ca 15 min verschlafen, aber das war keine Katastrophe. Dann habe ich mich eben gewaschen und bla und gefrühstückt, mich danach noch ein bisschen schnieke gemacht und -schwupps- dann war ich aus unserer Wohnung raus und rein in den Bus, der mich zu meiner Schule bringen sollte.

Dort angekommen, sind wir noch die ungefähr 350m zur Schule hingelatscht und warteten dann auf dem Pausenhof, dass Klingeln der Schulglocke zu vernehmen. Wir hatten heute unseren ersten Projekttag, an dem wir beschlossen, uns einen Raum vorzunehmen und ihn zu streichen bzw. alles mögliche zu katalogisieren, zu beschriften und zu verschönern. Nun, alles ging irgendwie schief. Die Farbe, die wir zum Streichen nehmen sollten, sah etwas... krank aus und das Katalogisieren blieb ganz allein an mir hängen, weil die anderen es interessanter fanden, Lehrern beim Roller fahren zuzusehen. Außerdem hatte niemand weiße Blätter mit, die wir unbedingt benötigten um alles zu beschriften. Wir also immer rüber ins A-Gebäude (meine Schule besteht aus Gebäuden: A-,B- und C-Gebäude, während das C-Gebäude auch gleichzeitig eine Art Nebengebäude bildet, was widerum heißt, dass A und B zusammen das Hauptgebäude darstellen. ) gelatscht und haben aus dem Schulkopierer weiße Blätter gemoppst.  Beinahe hätte uns ein Lehrer entdeckt, vor dem wir aber noch rechtzeitig flüchten konnten. 

Als wir mit dem Streichen usw. fertig waren, fingen wir mit dem Einräumen an, bei dem unsere werte Klassenlehrerin nichts anderes konnte, als mit uns zu meckern, weil wir angeblich so viel falsch machten. Ehrlich gesagt, fand ich es etwas unfair von ihr, weil sich die ganze Klasse sehr viel Mühe gegeben hatte. Und dass die Farbe nicht richtig deckte oder dass manche Geographiekarten sich immer wieder von alleine aufrollten, weil die Bänder an denen man sie "aufrollfest" machen sollte, gerissen waren, dafür konnten wir wirklich nichts. Irgendwann waren wir halbwegs mit der Arbeit fertig und gingen nach draußen auf den Schulhof, um dort einfach nur rumzugammeln. Unsere Lehrerin meinte, wir wollen noch irgendwo hingehen, um uns die übrige Zeit zu vertreiben, nachdem wir aber in etwa 45 min sinnlos auf Bänke hockten und Frau Wisweh (Klassenlehrerin) noch immer nicht kam, gaben wir die Hoffnung auf. Allerdings kam sie dann doch 5 min später und erklärte uns (, obwohl sie die ganze Zeit davor meckerte), wir hätten gute Arbeit geleistet und es hätte ihr gefallen... na, wenn da nicht mal jemand ein schlechtes Gewissen hatte. Nach diesen tiefsinnigen Worten von ihr entließ sie uns in die Freiheit. Normalerweise sollte der 1. Projekttag um 12.00 Uhr enden, als sie uns in die Freiheit hinaussandte, war es aber erst 11.30 Uhr. Natürlich hatte aber keiner etwas dagegen einzuwänden.

Sarah (eigentlich eine der größten Zicken und Lästertanten aus meiner Klasse, mit der ich mich so gut wie nie abgebe. Sie hat sich aber mit ihren Lästerkumpanen ziemlich heftig verkracht seit etwa 3 Wochen und deshalb war ich eben ihr Rettungsboot...wie immer. Ich bin die Person, die alle aufnimmt, wenn sie gerade aus welchem Grund auch immer alleine sind. Sogar, wenn es Leute sind, die ich überhaupt nicht leiden kann. Ich bin bekannt dafür in meiner Klasse. Dass ich alle aufnehme, liegt wohl daran, dass es für mich persönlich das Schlimmste ist, allein zu sein und niemanden zu haben, mit dem man sprechen könnte. Aber ich schweife ab...) ... also wie gesagt Sarah und ich sind dann durch die Stadt geschweift haben uns im Rossman und im Proka umgeguckt und dann ein Eis gegessen. Danach sind wir beide zum Bahnhof gegangen, weil es viel günstiger mit dem Zug nach Hause zu fahren, wenn schon so zeitig Schulschluss ist. Der Block, in dem ich wohne, liegt genau an den Gleisen und von daher habe ich es überhaupt nicht weit. Vielleicht gerade mal 2-3 Minuten bis zu unserer Wohnung.

Als ich dort ankam, ließ ich mich vollkommen fertig auf die Couch sinken, machte den Fernseher an und chillte voll ab. Tja, und jetzt sitze ich hier und schreibe.           

Um 18.00 Uhr habe ich Generalprobe für das Orchester bzw. für unsere 5. Bayerntournee. Ich freue mich jetzt schon so darauf, wieder durch die Straßen Münchens zu latschen und alle möglichen Läden abzuklappern. Die meisten Leute dort sind ziemlich nett und hilfsbereit.  

Tja, und morgen ist dann der zweite Projekttag, der eigentlich dafür genutzt wird, einen "Tag der offenen Tür" zu veranstalten. Es soll wohl ein Stadtrundgang durch die Stadt geben, eine Theatervorführung, die "Nie wieder Krieg" heißt (möchte ich unbedingt gucken) und verschiedene Informationsstände zum Thema Schülerzeitung, Schule und... Punk.  Da werde ich auf jeden Fall mal vorbeischauen.  Kommt ja nicht oft vor, dass in der Schule über so etwas geredet wird. Auch wenn ich mir kein Bild davon machen kann, wie es da langgehen soll. Dann gibt es wohl noch eine Art Kontaktbörse, Karaoke (ebenfalls ein Muss für mich ) und einen Flohmarkt. Na, ich lass mich überraschen. Okay, das war's für heute. Ich wurde überraschenderweise mal nicht irgendwie geärgert oder angezickt. Henriette und Lisa bin ich so gut es ging aus dem Weg gegangen und habe mich mit d Das einzige, was mich ein bisschen ins Grummel gebracht hat, war das Wetter. Es ist verdammt heiß (falls man's noch nicht gemerkt hat). Leute, tut was gegen den Klimawandel!  Mal sehen, was der morgige Tagh so bringt.

Jetzt nochmal ein paar Worte an Eugenia:

Eugenia, du weißt hoffentlich, dass ich dich sehr, sehr gerne habe. Du bist seit Monaten die einzige Person, mit der ich alle meine Erlebnisse teile, mit der ich über so vieles reden kann, ohne mir Sorgen zu machen, dass es schlecht bei dir ankommen würde; weil du mich so nimmst wie ich bin... weil wir uns gegenseitig so nehmen, wie wir sind und akzeptieren. Ich möchte dir danken, dass du mir in den letzten Wochen so ausgiebig zugehört und geholfen hast, dass du dir Zeit für mich genommen hast. Ich möchte dir auch noch einmal sagen, dass ich für dich da bin, falls es etwas gibt, über das du reden möchtest.

Wenn man darüber nachdenkt, wie wir uns kennengelernt haben... schon verrückt, dass wir uns so hochgearbeitet haben und jetzt haben wir ein Einjähriges. Mir geht es genau so wie dir. Es kommt mir vor als würde ich dich schon seit Jahren kennen und als hätten wir schon ein halbes Leben zusammen durchgemacht...ist schon auf eine Weise komisch. 

Ich möchte nochmal wiederholen, dass ich dich sehr gern habe. Ich fühle mich schon schlecht, weil du so viel für mich machst und ich eher "zurückhaltend" bin. Lange Rede, kurzer Sinn. Alles was ich im Großen und Ganzen sagen wollte, ist: Du bist ein wichtiger Mensch für mich und dies ist ein wunderbares Geschenk.   

Anne

16.7.07 17:34
 


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